Offener Brief an Oberbürgermeisterin Helma Orosz

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

mit diesem offenen Brief fordern wir Sie auf, die „Neuregelung zur Ausübung der Straßenmusik/Straßenkunst“ mit sofortiger Wirkung außer Kraft zu setzen. Nehmen Sie einen Dialog mit allen Beteiligten auf, damit gemeinsam eine sinnvolle Regelung gefunden werden kann, welche die Interessen aller berücksichtigt.

Die geplante Regulierung, ist bürokratisch, lebensfremd und realitätsfern. Die Verordnung mit Lärmbelästigungen zu begründen ist für eine derart weitgreifende Regelung unserer Meinung nach nicht ausreichend. Hierbei steht vor allem die Zahl von rund 100 schriftlichen Beschwerden in keinem Verhältnis zu den tausenden Besuchern, die allein am Wochenende die Innenstadt Dresdens besuchen und mit Spenden und Beifall ihrer Begeisterung und ihrem Zuspruch Ausdruck verleihen. Sie bedanken sich bei den Künstlerinnen und Künstlern, wechseln Worte und sind interessiert an dem, was sie soeben beobachten durften. Es zeigt ihnen, dass Kunst und Kultur nicht nur in den  Museen, Konzertsälen, Kirchen und Theatern stattfindet, sondern überall im öffentlichen Raum anzutreffen ist. Straßenkunst gibt Dresden ein buntes und vielfältiges Stadtbild, mit Raum für Kreativität und Nachwuchs. Und genau dies gilt es zu bewahren.
Das bestätigt auch der überragende Zuspruch für unsere Petition. Diese zeigt auf, dass auch Besucher und Bewohner Dresdens ein Interesse am Erhalt der Freiheit für Straßenkunst haben.
Und letztlich hat auch der Stadtrat noch im Juni Regulierunen dieser Art klar abgelehnt.

Es ist wichtig bei einer Regulierung der Straßenkunst und -musik zu beachten, dass sie weder reisende noch lokale Künstlerinnen und Künstler bevor- oder benachteiligt. Die Öffentlichkeit wird als Bühne genutzt um Kunst zu präsentieren, Fähigkeiten auszuprobieren und weiterzuentwickeln und in Teilen auch um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine Begrenzung der Arbeitsmöglichkeiten, wie sie in der vorliegenden Regulierung vorgesehen ist, beschneidet alle diese Möglichkeiten in einem Ausmaß, welches absolut nicht im Interesse einer Kulturstadt sein kann.
Nur wenige Straßenkünstlerinnen und -künstler werden Dresden noch als attraktiven Ort für ihre Straßenkunst betrachten, unter anderem durch die Hürde der täglichen Anmeldung und der starken Eingrenzung der Auftrittsorte und –zeiten. Viele reisende Künstlerinnen und -künstler werden die Stadt meiden, lokal ansässige eine andere Stadt für ihre Fertigkeiten suchen müssen. Ebenso wird der künstlerische Nachwuchs einer wunderbaren Möglichkeit beraubt, Können vor Publikum zu entdecken, auszutesten und zu vervollkommnen.

Die Regulierung ist ein Kahlschlag für eine vielfältige, offene und freie Kunst. Darum fordern wir Sie auf:

Stoppen Sie die zum 1. August geplante Verordnung zur Straßenmusik und Straßenkunst und ermöglichen Sie einen offenen und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten! Im Interesse der Stadt und ihrer Kultur!

Mit freundlichen Grüßen,

Offener Brief an Oberbürgermeisterin Helma Orosz

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

mit diesem offenen Brief fordern wir Sie auf die „Neuregelung zur Ausübung der Straßenmusik/Straßenkunst“ mit sofortiger Wirkung außer Kraft zu setzen. Nehmen Sie einen Dialog mit allen Beteiligten auf, damit gemeinsam eine sinnvolle Regelung gefunden werden kann, welche die Interessen aller berücksichtigt.

Die geplante Regulierung, ist bürokratisch, lebensfremd und realitätsfern. Die Verordnung mit Lärmbelästigungen zu begründen ist für eine derart weitgreifende Regelung unserer Meinung nach nicht ausreichend. Hierbei steht vor allem die Zahl von rund 100 schriftlichen Beschwerden in keinem Verhältnis zu den tausenden Besuchern, die allein am Wochenende die Innenstadt Dresdens besuchen und mit Spenden und Beifall ihrer Begeisterung und ihrem Zuspruch Ausdruck verleihen. Sie bedanken sich bei den Künstlerinnen und Künstlern, wechseln Worte und sind interessiert an dem, was sie soeben beobachten durften. Es zeigt ihnen, dass Kunst und Kultur nicht nur in den Museen, Konzertsälen, Kirchen und Theatern stattfindet, sondern überall im öffentlichen Raum anzutreffen ist. Straßenkunst gibt Dresden ein buntes und vielfältiges Stadtbild, mit Raum für Kreativität und Nachwuchs. Und genau dies gilt es zu bewahren.
Das bestätigt auch der überragende Zuspruch für unsere Petition. Diese zeigt auf, dass auch Besucher und Bewohner Dresdens ein Interesse am Erhalt der Freiheit für Straßenkunst haben.
Und letztlich hat auch der Stadtrat noch im Juni Regulierunen dieser Art klar abgelehnt.

Es ist wichtig bei einer Regulierung der Straßenkunst und -musik zu beachten, dass sie weder reisende noch lokale Künstlerinnen und Künstler bevor- oder benachteiligt. Die Öffentlichkeit wird als Bühne genutzt um Kunst zu präsentieren, Fähigkeiten auszuprobieren und weiterzuentwickeln und in Teilen auch um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine Begrenzung der Arbeitsmöglichkeiten, wie sie in der vorliegenden Regulierung vorgesehen ist, beschneidet alle diese Möglichkeiten in einem Ausmaß, welches absolut nicht im Interesse einer Kulturstadt sein kann.
Nur wenige Straßenkünstlerinnen und -künstler werden Dresden noch als attraktiven Ort für ihre Straßenkunst betrachten, unter anderem durch die Hürde der täglichen Anmeldung und der starken Eingrenzung der Auftrittsorte und –zeiten. Viele reisende Künstlerinnen und -künstler werden die Stadt meiden, lokal ansässige eine andere Stadt für ihre Fertigkeiten suchen müssen. Ebenso wird der künstlerische Nachwuchs einer wunderbaren Möglichkeit beraubt, Können vor Publikum zu entdecken, auszutesten und zu vervollkommnen.

Die Regulierung ist ein Kahlschlag für eine vielfältige, offene und freie Kunst. Darum fordern wir Sie auf:

Stoppen Sie die zum 1. August geplante Verordnung zur Straßenmusik und Straßenkunst und ermöglichen Sie einen offenen und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten! Im Interesse der Stadt und ihrer Kultur!

Mit freundlichen Grüßen,

[signature]

Freunden mitteilen:

   

Initiative „Artists of Dresden“
Jan Kossick, Initiative „Kultur sucht Raum“
Johannes Lichdi, Stadtrat Grüne
Jens Matthis, Stadtrat DIE LINKE
Jaqueline Muth, Stadträtin DIE LINKE
Neustadtpiraten
Piraten Dresden
Jens Hoffsommer, Stadtrat Grüne
Christiane Filius-Jehne, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Martin Schulte-Wissermann, Stadtrat PIRATEN
Eva Jähnigen, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen und Sprecherin der Dresdner GRÜNEN
Vincent Drews, Stadtrat SPD
Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg
Kris Kaufmann, Stadträtin DIE LINKE
Stura HfBK Dresden
Dr. Rainer D. Maas
Norbert Engemaier, Stadtrat PIRATEN


Unterzeichnende
28Thilo MuendelMusiker
27Richard StuhrStraßenkünstler
26Georg GräßlerStraßenkünstler
25Alexander LauMusiker
24Burkhard Naumann
23Anastasiya MilavanavaStraßenkünstler, Architekt
22René WernerDresdner SongSlam
21Tamás MarkóJongleur
20Susanna Riach
19Magdalena MusiolStrassenkunstlerin
18Sylvia SchäferDolmetscherin, Gästeführerin in Dresden
17Alexander LischkerAuszubildender
16Frieder RablStudent
15Benjamin GalluhnLehrer
14Johann MarwitzStudent
13Ron AlexAngestellter
12Sebastian Herzig
11Oisin HaywoodZirkus erziher/straßenkünstler
10Valentin LippmannOrtsbeirat Neustadt
9Patrizia PscheraStudentin
8Martin Micklich
7Josefa HoseKulturarbeiterin
6Andreas RudolfDipl.-Ingenieur
5David MayJustizangestellter
4Marie NeumannStudentin
3Elisabeth LoosSozialpädagogin
2David SteuerAuszubildender
1Anita Müller
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